UDIT-B Kiel1, Abteilung Sl1, historische ERP Software
SAP® ERP Software, Modul HR, Sonderfall der Personalabrechnung
Arbeitgeber Sorgfalt als "Business Sorry"* im Bereich Human Resources ("0-Fehler Prinzip ") bleibt notwendig.
11 Sl1 IT Idee Kokons
Kann ein Chef Geld zurueck verlangen?

Sollte Ihrem Arbeitgeber auffallen, dass er Ihnen zu
viel Gehalt bezahlt hat,
kann er dieses Geld wieder zurueckfordern.

Allerdings muss er (i.F. BGB
= massgebliches Gesetzbuch) dafuer einiges, im Vorwege

der Rueckforderung,
beachten.






Zum Einen kann in der Regel eine Leistung – also das zu viel bezahlte Gehalt – dann nicht zurueckgefordert werden, wenn Ihr Arbeitgeber zum Zeitpunkt der Auszahlung des Gehalts wusste, dass Sie hierauf keinen Anspruch hatten ("ein Witz"). Das betrifft zum Beispiel Zuschlaege, wie zum Beispiel Sonntags- oder Nachtzuschläge, obwohl Sie Urlaub hatten und somit eigentlich keine Zulage bekommen haetten. Dieser Fall, nach § 814 BGB gilt jedoch nur, wenn der Arbeitgeber selbst gehandelt hat. Zu klaeren ist, ob die Lohnbuchhaltung der Firma des Arbeitgebers Arbeitgeber ist oder ob nur die Arbeitgeber Person selbst diesen Fehler manuell zu viel überwiesen hat. Entscheidend ist eine positive Kenntnis des Arbeitgebers. Es kommt auf den Wissensstand des Arbeitgebers selbst an. Eine Zurechnung der Kenntnis anderer Personen entsprechend § 166 Abs. 1 BGB ist ausgeschlossen. Wenn also der leistende Vertreter des Arbeitgebers die Anpassung einer
laufenden Verguetung an geaenderte vertragliche Umstaende deshalb unterlaesst, weil ihm diese von einem anderen Vertreter des Arbeitgebers versehentlich nicht mitgeteilt worden ist, ist der Chef moeglicherweise nicht involviert.
Da der betroffene Arbeitnehmer trotz rueckforderungsfaehiger Ueberzahlung nicht in jedem Fall 100% der ueberzahlten Summe zurückerstatten muss und aus anderen Gruenden, muss eine Rueckforderung des Arbeitgebers immer zunaechst eine schriftliche Aufforderung zur Rueckzahlung sein. Der physische Geldbetrag ist nach Pruefung moeglicher gesetzlicher Ansprueche des betroffenen Arbeitnehmers von diesem Arbeitnehmer an den Arbeitgeber zurueck zu erstatten, ist aktive Handlung dieses Arbeitnehmers.
Das Praxisbeispiel, Industrie
Eine offensiv, aktive Rueckforderung als elektronischer Direktzugriff des Arbeitgebers (EDV gestuetzte Lohnbuchhaltung fuer ca. 1000 staendige Mitarbeiter) auf das Firmen unabhaengige Arbeitnehmer Bankkonto ohne ankuendigenden oder weiter gehenden Schriftverkehr bzgl. dieser Transaktionen, ist offensichtlich fragwuerdig und fahrlaessig aber Steuerberater (hier)/ Wirtschaftspruefer (da) registriert's nicht.
Im Monat nach der Kuendigung des Arbeitnehmers bucht der Ex-Arbeitgeber diesem eine volle Gehaltsumme ein, um dann, in zwei Schritten zurueckzurufen. 98,5% der Summe nach 30 Tagen, 1,5% Restsumme nach 7 Monaten; bei 0,-Euro gezahlter Dienstverhaeltnisende Abfindung.
Freie Mitarbeit bietet den Topp-Vorteil beratender, intellektueller Taetigkeiten. Angestellte Berater sind pflichtversichert, hierarchisiert und evt. unserioesen (Twister) Arbeitgebern weisungsbebunden.
* Der Ex-Mitarbeiter vermutet eine Art "Abschlusszahlung" und gibt das Geld aus. Der Rueckruf aktiv erfolgt auf Kosten Ex-Mitarbeiter.